Preise für Wohnimmobilien klettern langsamer

Es lebe die Statistik. Denn laut dem Statistischen Bundesamt sind die Preise für Wohnimmobilien im dritten Quartal dieses Jahres so langsam gestiegen, wie seit sieben Jahren nicht mehr. So sind die Preise im Vergleich zum Vorjahresquartal lediglich um 4,7 Prozent gestiegen.

Veränderungsrate so niedrig wie seit 2015 nicht mehr

Selbst der Vergleich zum zweiten Quartal zeigt die Verlangsam deutlich. Hier sind die Preise noch um 9,7% gestiegen. Wie gesagt, eine solch niedrige Veränderungsrate hat es zuletzt im Jahr 2015 gegeben.

Der Unterschied zwischen Stadt und Land

Allerdings gibt es in Bezug auf die Preisanstiege deutliche Unterschiede zwischen den Preisen für Wohnimmobilien in ländlichen Gegenden und den Preisen für Immobilien in größeren Städten wie z. B. Hannover oder ähnlichen Städten

Der ländliche Raum

So erhöhten sich die Preise in Gebieten, die eher dünn besiedelt sind um 7,8% für Ein- und Zweifamilienhäuser im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Und bei Eigentumswohnungen lag der Zuwachs der Preise bei fünf Prozent.

Die Preise in der Stadt

Deutlich schwächer fiel der Preiszuwachs in städtischen Kreisen aus. Hier lag der Zuwachs im Vergleich bei Ein- und Zweifamilienhäusern bei lediglich 1,8% und bei Wohnungen bei 4,5%. Die Ausnahme bilden allerdings die sieben größten Städte Deutschlands. Also Hamburg, München, Frankfurt, Köln, Berlin, Stuttgart und Düsseldorf. Hier stiegen die Preise für Häuser um 6,2 Prozent und für Wohnungen um fünf Prozent.

Warum die Preise weniger stark steigen, wie in den Jahren zuvor, hängt sicher mit den zuletzt stark gestiegenen Kosten für die Baufinzierung zusammen. So haben sich die Bauzinsen in diesem Jahr von 1% auf zuletzt rund 3,5% für Kredite erhöht. Grund hierfür ist der steigende Leitzins. Experten erwarten hier allerdings, dass die Bauzinsen im nächsten Jahr nicht mehr so stark noch oben schnellen. Eine grundsätzliche Trendwende bei den Zinsen wird allerdings auch nicht erwartet. Sollte die EZB allerdings infolge der aktuellen Infaltion zu einer strafferen Geldpolitik neigen, könnte dies auch die Bauzinsen noch einmal steigen lassen.

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