Lernen. Ein Begriff, der Schülern fast so verhasst ist wie „Zeugnisse“ oder „Elternsprechtag“. Wie sollen die Jugendlichen von heute mit so langweiligen Methoden wie schlichtem Buchlernen auf ihr zukünftiges Leben vorbereitet werden? Verschiedene Studien zeigen, dass der Lernprozess um ein Vielfaches vereinfacht wird, wenn Informationen in verschiedenen Medien verpackt sind. Dies gilt nicht nur für Schüler, sondern für alle Lebensbereiche: Anhand von Erklärvideos zum Beispiel können komplexe Zusammenhänge visuell so dargestellt werden, dass sie leichter verständlich sind als geschriebene Erklärungen. Zu jedem Thema kann man Erklärvideos erstellen lassen, mithilfe derer Wissen portionsweise vermittelt wird.

Doch wie lernt man richtig?

Das Arbeitsgedächtnis, welches für das Aufnehmen und Weiterleiten von Eindrücken verantwortlich ist, verarbeitet auditive und visuelle Informationen. Wenn sich die Informationsaufnahme auf einen dieser Wege beschränkt, kommt es schnell zur Überlastung und der Lernerfolg bleibt aus. Deshalb sollte neues Wissen immer sowohl visuell (z.B. Lesen) als auch auditiv aufgenommen werden.

Die oben schon erwähnten Erklärvideos können Informationen so darstellen, dass sie schneller und besser verarbeitet werden können. Aus diesem Grund setzen schon viele Internetseiten auf diese Technik: Auf Websites mit integrierten Erklärvideos werden Besucher zum längeren Verweilen verleitet. Sollten Sie mit einem Thema Probleme haben, können Sie im Netz meist Videos finden, in denen die Informationen anschaulich dargestellt werden.

Eine gute Methode, um neues Wissen zu behalten, ist, sich Notizen zu machen und diese dann laut vorzulesen. Hierdurch werden verschiedene Arten der Reizaufnahme kombiniert, um einen möglichst großen Effekt zu erzielen. Auch Wiederholung des Gelernten ist wichtig: Das Gehirn speichert Informationen besser ab, wenn sie schon bekannt sind bzw. zu einem schon bekannten Thema gehören. Außerdem hilft es, über das Gelernte mit anderen Menschen zu sprechen. Hierdurch wird es mit Emotionen verknüpft und vom Gehirn als wichtig eingestuft.

Auch Sport hat einen positiven Einfluss auf unsere Lernfähigkeit: Durch körperliche Ertüchtigung steigt der Transport von Tryptophan ins Gehirn und treibt die Serotonin-Ausschüttung an. Dadurch steigt die Stimmung und damit auch die Lernbereitschaft.

Regelmäßige Pausen sind genauso wichtig wie fokussiertes Lernen. Nach circa einer Stunde sollten Sie mindestens 15 Minuten lang den Kopf freikriegen, am besten an der frischen Luft. Ein Lernplan mit fest eingeteilten Arbeits- und Pausenzeiten hilft, den Lernstoff gewissenhaft zu verinnerlichen.

Auch die Umgebung beeinflusst den Lernerfolg: Am besten ist ein Raum mit Tageslicht, damit die Augen geschont werden. Außerdem sollten alle Ablenkungen beseitigt werden: Das Handy unbedingt ausstellen, Musik sollten Sie entweder gar nicht oder nur leise hören.