Ab Juli kosten Platiktüten im Handel Geld. Vorbei ist es mit den kostenlosen Tragehilfen beim Klamotteneinkauf oder beim Lieblingselektonik-Händler. 240 Unternehmen haben sich nämlich verplichtet ab Juli 2016 Plastiktüten nicht mehr kostenlos an Kunden herauszugeben. Und im Grunde ist das für alle Seiten gut. Für die Kunden, für den Handel und vor allem für die Umwelt.

71 Plastiktüten pro Jahr

Derzeit verbraucht jeder Deutsche pro Jahr im Schnitt 71 Plastiktüten. Deutschland und der Handel wollen dies Zahl senken, um eine EU Richtlinie umzusetzen. Ziel ist es, dass der Pro Kopf Plastiktüten Verbrauch auf 40 Tüten pro Jahr sinkt.

Den Kunden stört das Ende der kostenlosen Plastiktüte indes wenig. Im Gegenteil. Laut Erfahrungen von Mediamarkt und Saturn, die schon seit Anfang des Jahres Geld für Plastiktüten nehmen, wird dies von den Kunden sehr positiv aufgenommen. Teilweise ernten die Unternehmen sogar offen ausgesprochenes Lob auf deren Facebook Seiten. Gleichzeit hat sich der Tütenverbrauch hier um 80% reduziert.

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov erklären sogar 80% der Befragten, dass sie es "sehr gut" bzw "eher gut" finden, dass der Handel auf kostenlose Kunststofftüten verzichtet. 53 Prozent gaben sogar an, dass Plastiktüten in Geschäften komplett verboten werden sollten.

Alternativen zur Plastiktüte

Dabei finden sich im Handel sogar eine ganze Reihe an möglichen Alternativen zur Plastiktüte. So gibt es zum Beispiel Papiertaschen überwiegend aus Altpapier, Plastiktüten aus 90 Prozent Recyclingkunststoff oder Permanenttaschen, die zu 80 Prozent aus ausgedienten PET-Flaschen hergestellt sind. Und natürlich gibt es noch die Baumwolltasche.

Guter Werbeträger

Gerade die letzten beiden bieten den Vorteil der Wiederverwendbarkeit und eignen sich deshalb nicht nur im Handel als guter Werbeträger. Schließlich werfen die wenigstens Menschen eine Baumwolltasche einfach weg. Vielmehr wird eine solche Tasche immer wieder als Tragehilfe eingesetzt. Ich selbst habe immer 1-2 deartiger Taschen im Auto liegen, um Einkäufe bequem nach Hause zu bekommen. Und gerade Stofftaschen, wie man sie z.B. bei Maxiila bedrucken lassen kann, erfreuen sich auf Messen und dergleichen als begehrtes Werbegeschenk. Wie ich selbst zuletzt auf dem Hessentag in Herborn erleben konnte. Hier schleppte fast jeder Besucher mehrere mit Werbartikeln gefüllte Stofftaschen mit sich herum. Und auch diese Taschen werden daheim wohl kaum im Müll landen, sondern weiter verwendet werden. Wer selbst Werbegeschenke verteilt, wird sich auch noch entsprechende Artikel zum befüllen der Taschen auf den Seiten der Maxilia Werbeartikel GmbH finden.

Übrigens! Die Zahl der Gegner der kostenplichtigen Plastiktüte ist sehr gering. Laut der bereits erwähnten YouGov Umfrage haben nur 15% der Befragten etwas gegen das Ende der kostenlosen Kunststofftüte.

 

Blogger auf Karasumedia
IT Spezialist, Blogger und Hesse. Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen. Ebenfalls Autor auf Addis Techblog

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