Künstliche Intelligenz und Marketing

Künstliche Intelligenz! Das klingt für viele noch deutlich nach Science Fiction. Und streng genommen ist es das auch. Selbst wenn uns einige Software Lösungen uns schon sehr „Intelligent“ vorkommen, der Weg bis zu einem Computer wie zum Beispiel Jarvis aus Iron Man ist noch sehr weit. Ohnehin ist es fraglich, ob es jemals eine künstliche Intelligenz wie Jarvis geben wird, obwohl das natürlich wahnsinnig cool wäre.

Heutige künstliche Intelligenzen beruhen eher darauf einfach Daten zu analysieren und daraus Muster abzuleiten. Um dann im Anschluss aus diesen Mustern gewisse Vorhersagen oder Aktionen abzuleiten. Das ganze nennt sich dann Machine Learning und lässt Software Lösungen und Computer mit der Zeit immer intelligenter wirken.

Effizienter und mit Mehrwert

Im Bereich Marketing und Werbung bedeutet Machine Learning und künstliche Intelligenz dann eigentlich im Moment auch nichts anderes, als Kontext zu verstehen und dann bessere Werbung auszuliefern. Und besser bedeutet in diesem Zusammenhang: personalisierter, passender, effizienter und vor allem Mehrwert stiftend.

Tatsächlich ist dies eigentlich nur eine Form von datengetriebenen Marketing. Und natürlich träumen Marketing Experten heute schon von einer Zukunft in der echte künstliche Intelligenz einen weit größeren Raum im Bereich Marketing einnimmt. Das Problem hierbei ist, dass niemand so genau weiß, wohin hier die Reise geht. Hier ist vieles noch in Entwicklung und diese ist bislang vollkommen unvorhersehbar.

Twitter Chatbot Tay

Dass die Sache mit der „künstlichen Intelligenz“ und dem „Machine Learning“ auch unheimlich schief gehen kann, hat unfreiwillig Microsoft mit dem Twitter Chatbot Tay bewiesen.

Tay war eine „Künstliche Intelligenz“, die auf Twitter mittels Interaktion mit anderen echten Twitterern lernen sollte. Microsofts Focus lag hierbei darauf, wie sich Gespräche zwischen Mensch und Maschine entwickeln. Je mehr Tay lernte, desto besser sollte sie auf persönliche Nachrichten reagieren können.

Anfangs war Tay auch noch recht nett und freundlich. Doch Tay stieß bei Twitter auf die harte Realität, lernte durch diese und entwickelte sich in eine Richtung, die Microsoft ganz sicher nicht im Sinn hatte. Nach einigen Stunden wurde aus der freundlichen Tay ein Hassbot, der rassistische, frauenfeindliche und hetzerische Tweets von sich gab.

Tay hat vor allem eines gezeigt: Nämlich wie schnell künstliche Intelligenz auch aus dem Ruder laufen kann.

 

Blogger auf Karasumedia
IT Spezialist, Blogger und Hesse. Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

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